Der Wanderweg beginnt am Seezentrum in Heuberg.
Von dort geht man ein kurzes Wegstück auf dem Hauptsperrendamm. Anschließend wandert man am östlichen Ufer des Main-Donau-Kanals entlang. Doch nicht die Uferstraße dient als Wanderweg, sondern ein oberhalb der Kanalböschung angelegter Weg, der in Richtung Kanalbrücke Eckersmühlen weiterführt.
Ist die Kanalbrücke erreicht, geht es nach links, über den Main-Donau-Kanal hinweg und dann rechts oberhalb des Kanals am Waldrand entlang. Bald ist der „Rother Hafen“, die Lände Roth, erreicht. Der Kanal wird hier beträchtlich breiter, da dort ein Wendeplatz angeschlossen ist. Nachdem die Lände im Bogen umgangen ist, führt der Weg wieder am Kanalufer entlang, bis er ca. 300 m nach der Allersberger Kanalbrücke in den Rother Stadtwald mündet. Zahlreiche, zum Teil sehr alte Grenzsteine, säumen nun den Weg. Laut einer Karte von 1767 waren es insgesamt 259 Steine, die hier die Grenze zwischen dem Stadtwald und privaten Waldbeständen markierten. Entlang dieser alten Versteinung führt der Weg weiter bis an das östliche Stadtgebiet der Kreisstadt Roth.
Roth wurde 1060 erstmals urkundlich erwähnt, als Bischof Gundekar II. von Eichstätt die Kirche zu „Rote“ weihte. 1361 wird Roth erstmals als Stadt genannt. Weitere Privilegien folgten, wie z.B. die Genehmigung, jeden Samstag Wochenmarkt und sechsmal jährlich Jahrmarkt abzuhalten. Im Laufe des 16. Jh. entstanden die Bauten, die das Bild der Stadt heute prägen: die Stadtkirche und das Schloss Ratibor. Von der Befestigungsanlage blieben nur noch Teile erhalten. 1580 wurde der erste Leonische Drahtzug eingerichtet, ein Wirtschaftszweig, der in Roth zur Blüte gelangte.
Die „Verordnung über die Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte“ vom 17. Dezember 1971 schuf aus den wesentlichen Teilen der Landkreise Hilpoltstein und Schwabach am 01.07.1972 den Landkreis Roth.
Über die Noris- und Friedrich-Ebert-Straße führt der Wanderweg in das Zentrum der Stadt. Entlang der Allersberger Straße und vorbei am Willy-Supf-Platz wird der Marktplatz erreicht.
Zahlreiche alte Fachwerkhäuser prägen das Erscheinungsbild. Die herrliche Fassade des Riffelmacherhauses imponiert ebenso wie der alte Steinbrunnen aus dem Jahr 1757. Der von Markgraf Carl Wilhelm Friedrich erbaute Brunnen wird durch den brandenburgischen Adler gekrönt. Vorbei am alten Rathaus, das 1758 von Markgraf Christian Friedrich Carl Alexander zu Brandenburg-Ansbach erbaut wurde, geht es zur evangelischen Stadtkirche. Sie wurde mehrmals umgebaut. Der Turm erhielt seine jetzige Form erst im Jahr 1885. Historiker vermuten, dass die Kirche bereits im Jahr 1060 erbaut wurde.
Das markgräfliche Schloss Ratibor wurde von 1535 bis 1537 durch Markgraf Georg den Frommen von Brandenburg-Ansbach erbaut. Die Deckenmalereien im Prunksaal des Hauptbaues zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie. Im Stockwerk darüber ist das Heimatmuseum der Stadt untergebracht. Es gibt einen Überblick über Geschichte, Kunst und Kultur im Rother Raum.
Kurz nach der Schlossanlage führt der Weg über die Hilpoltsteiner und Otto-Schrimpff-Straße zum Festplatz und den Bahnhof Roth-Lohgarten am Rand des Stadtparks. Lohnenswert ist sicher ein Besuch des in der Otto-Schrimpff-Straße gelegenen Fabrikmuseums. Es zeigt dem Besucher Werkzeuge und Maschinen aus allen Epochen des Drahtzuges. Die besondere Attraktion des Museums liegt darin, dass Maschinen bei der Produktion gezeigt werden können.
Entlang der Lokalbahn Roth-Hilpoltstein, die im Volksmund liebevoll „Gredl“ genannt wird, führt der Weg nun stadtauswärts. Über die Hilpoltsteiner Straße und die Straße „Am Espan“ wird der Rothgrund erreicht. Imponierend ist das Brückenbauwerk, das den gesamten Rothgrund überspannt und auf welchem die Bundesstraße 2 verläuft. Beim Wasserwerk führt der Wanderweg nun in den Rother Stadtwald hinein bis zum Ufer des Main-Donau-Kanals. Rechts geht es dann am westlichen Ufer entlang, bis die Kanalbrücke bei Eckersmühlen erreicht wird. Von hier verläuft der Wanderweg auf der alten Trasse wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Besonderheiten:
Historischer Stadtkern von Roth
Fabrikmuseum
Einkehrmöglichkeiten in zahlreichen Gaststätten in Roth und im Gasthaus Rothsee
Länge und Gehzeit:
19 Kilometer / ca. 4,5 - 5 Stunden
Karte:

Kartographie: http://www.b-spachmueller.de