Dieser Wanderweg beginnt am Seezentrum Heuberg.
Von dort geht man ein kurzes Wegstück auf dem Hauptsperrendamm. Anschließend wandert man am östlichen Ufer des Main-Donau-Kanals entlang. Doch nicht die Uferstraße dient als Wanderweg, sondern ein oberhalb der Kanalböschung angelegter Weg, der in Richtung Kanalbrücke Eckersmühlen weiterführt.
Ist die Kanalbrücke erreicht geht es nach links über die Brücke und dann rechts dem Main-Donau-Kanal entlang. Nur wenige hundert Meter weiter geht es dann in den Rother Stadtwald hinein, durch den bis an den Ortsrand von Hofstetten gewandert wird. Bis 1978 gehörte Hofstetten zur Gemeinde Eckersmühlen, dann wurden beide Orte in die Stadt Roth eingemeindet. Der Weg führt durch die Ortschaft bis zum Gasthaus „Zur Linde“, wo der Weg nach links auf einer geteerten Straße weiterführt. Am Ende dieser Straße zweigt der Weg wiederum nach links ab und führt durch ein kurzes Waldstück in den herrlichen Rothgrund. Über den saftigen Wiesengrund ist bald der romantisch gelegene historische Eisenhammer erreicht. Der historische Eisenhammer Eckersmühlen ist das letzte erhaltene Hammerwerk dieser Art im mittelfränkischen Raum. Ein Besuch lohnt sich! Das Museum gibt einen Einblick in die alte und traditionsreiche Kunst des Hammerschmiedens. Die Einrichtung des Hammerwerks besteht aus einer Reihe von nebeneinander liegenden Hämmern (Luft-, Feder- und Fallhämmer), die von zwei Turbinen und Transmissionen angetrieben werden. Durch eine ständig laufende Turbine wird mit einem Generator der nötige Strom erzeugt. Die Wehranlage wird über Holzschützen reguliert. Seit nahezu fünf Jahrhunderten befindet sich an dieser Stelle des Flusses Roth ein Hammerwerk. Im Jahr 1490 war dies zunächst ein Kupfer-Zinn-Hammer, der 1686 in einen Eisenhammer umgebaut wurde. 1775 wurde erstmals ein Schäff Besitzer des Hammers. Fritz Schäff besaß ihn in der fünften Generation bis 1985. In diesem Jahr erwarb der Landkreis Roth das Hammerwerk und eröffnete es ein Jahr später als Museum. Über das alte Wehr wird das Gelände des Hammerwerks, wo heute auch ein Reitstall untergebracht ist, wieder verlassen. Weiter geht es durch den Rothgrund, bis bald in Höhe des Sportplatzes die Ortschaft Eckersmühlen erreicht wird. Eckersmühlen entstand um eine Mühle herum, deren Erbauer der Ordensritter Oegger ( = Eckers) war. Diese wird im Jahr 1000 erwähnt. Eckersmühlen wird erstmals im Jahr 1340 urkundlich genannt. Die jetzige, direkt an der Roth gelegene Dorfkirche wurde im Jahr 1710 erbaut, anstelle der alten, 1460 erbauten Kirche St. Willibald. Entlang des Rothflusses (Jahnstraße) führt der Weg weiter Dorf einwärts und führt nach links über die Straße „In der Leiten“ weiter. Vorbei geht es am Haus des Dichters Hans Pflug-Franken, der hier von 1965 – 1977 wohnte. Aus Liebe zu seiner Heimat gab er sich den Beinamen Franken. Eine Hinweistafel an seinem eher unscheinbar wirkenden Haus erinnert an den großen fränkischen Dichter. Über die Waldstraße ist bald das Ortsende erreicht. An der Eckersmühlener Kanalbrücke geht es dann auf dem bereits gewanderten Weg zurück zum Ausgangspunkt.
Besonderheiten:
Historischer Eisenhammer
Einkehrmöglichkeiten in Gaststätten in Hofstetten und Eckersmühlen und im Gasthaus Rothsee
Länge und Gehzeit:
11 Kilometer / ca. 2,5 - 3 Stunden
Karte:

Kartographie: http://www.b-spachmueller.de