Der Wanderweg beginnt am Seezentrum Heuberg. Er führt durch den Parkplatz und dann nach rechts. Der erste Teil der Strecke führt zur Schleuse Eckersmühlen. Diese gehört mit den Schleusen Leerstetten und Hilpoltstein mit ihren Hubhöhen von 24,7 m zu den höchsten und eindruckvollsten Schleusenbauwerken Europas. Alle Schleusen des Main-Donau-Kanals haben eine nutzbare Länge von 190 m und eine Breite von 12 m. Ihre Größe gestattet die Durchfahrt sowohl dem sogenannten Europaschiff mit einer Tragkraft von 1350 Tonnen als auch zweigliedrigen Schubverbänden bis zu Abmessungen von 11,40 m Breite und 185 m Länge und einer Tragfähigkeit von 3300 Tonnen.
Von hier aus wird zur Ortschaft Haimpfarrich gewandert. In der Ortschaft führt sie der Weg bei der Gabelung links weiter. Nach 15- minütiger Wanderung ist die Staatsstraße 2220 erreicht, welche vorsichtig überquert werden muss. Die erste Mühle dieser Wanderung ist die Lösmühle, 1385 erstmals urkundlich erwähnt. Die Mühle wird dort als „Raysenleiten Mül“ bezeichnet, was daher rührt, dass der Rothfluss bei der Lösmühle ein außerordentlich hohes Durchschnittsgefälle von 4 m je Kilometer hat. Die Mühle wurde daher auch als „Mühle zur reißenden Leithen“ bezeichnet. Vorbei am Mühlweiher und entlang der Bahnstrecke Roth- Hilpoltstein wird die nächste Station, die Stephansmühle erreicht. Unter den früheren Besitzern der Stephansmühle befinden sich klingende Namen, die Heimatfreunden heute noch viel sagen. Johan Siegmund Christopf Joachim Freiherr von Hallerstein und viele andere geben der Stephansmühle ein besonderes historisches Gepräge. Derzeit wird die ruhig gelegene Mühle als Reitstall genutzt. An der Stephansmühle vorbei führt der Weg nun in Richtung Hilpoltstein. Am rechten Wegesrand spitzen die Paulusmühle und die Seitzenmühle zwischen Bäumen und Feldern hervor. Die Paulusmühle wird von Experten auf das Stolze Alter von 900 Jahren geschätzt. Landschaftlich reizvoll sind die vier Fischweiher in der Nähe des Anwesens. Nicht ganz so alt ist die Seitzenmühle. Auch ihr Alter kann nur geschätzt werden, wobei sie sicher auf eine 300 jährige Geschichte zurückblicken kann. Nun ist das historische Städtchen Hilpoltstein nicht mehr weit. Eine Legende führt die Gründung von Burg und Stadt Hilpoltstein bis in das Jahr 508 zurück. Seinerzeit sollen Baiern unter ihrem Herzog Haunwulf aus der Gegend des Fichtelgebirges und der Oberpfalz in diesen Raum gezogen sein. Geschichtlich erwiesen ist, dass zu Beginn des 12. Jh. die Grafen von Abenberg die Burg bauten. Seinen Namen erhielt Hilpoltstein durch die Herren von Stein, die hier bis 1385 lebten. Um 1606 zog die Pfalzgräfin Maria-Dorothea in die Stadt ein und bewohnte die Burg 30 Jahre lang. Alljährlich im August feiert die Stadt ihr Burgfest, und in einem Schauspiel lassen die Bürger und Bürgerinnen den feierlichen Einzug ihrer Pfalzgräfin wieder aufleben.
Über die Bahnhofstraße und durch den herrlichen Stadtpark wird das Zentrum, der Marktplatz erreicht. Hier beeindruckt das Fachwerk des Rathhauses, das erst 1974 wieder ans Tageslicht gelangte. Sehr bemerkenswert ist auch die vor dem Rathaus stehende Brunnenfigur, ein Gewappneter mit Fahne und Schild, darauf das Nürnberger Wappen. Der Bronzeguss aus der Zeit um 1560 stammt vom Nürnberger Meister Pankraz Labenwolf. Vorbei an Rathaus und Kirche führt die Wanderung nun den Kirchenweg hoch und biegt dann nach links in den Spitalweg ein. Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist geht auf einen mittelalterlichen Bau zurück. Das weite, licht erfüllte Langhaus mit seinem barocken Stuck wurde 1732 nach Plänen des Deutschordensbaumeisters Franz Keller aus Ellingen errichtet. Oberhalb ist die Burgruine und das Haus des Gastes zu sehen. Weiter geht es am wuchtigen Gebäude des Finanzamtes vorbei in die Johann-Friedrich-Straße. Ein Blick zurück am Ende der Straße lohnt sich. Herrlich ist dann nämlich das restaurierte, an das Nürnberger Dürerhaus erinnernde Fachwerk des 1523 erbauten Jahrsdorfer Hauses zu sehen. Vorbei am Freibad und am Sportgelände wird die Stadt wieder verlassen. Bei der Behindertenanstalt Auhof muss nach links gegangen werden, bis der Weg kurz vor der Hauptstraße nach Freystadt rechts weiterführt. Am Ufer des Main-Donau-Kanals entlang geht es jetzt zum Ausgangspunkt zurück.
Besonderheiten:
Einkehrmöglichkeiten in zahlreichen Gaststätten in Hilpoltstein und im Gasthaus Rothsee
Länge und Gehzeit:
12 Kilometer / ca. 2,5 - 3 Stunden
Karte:

Kartographie: http://www.b-spachmueller.de